Anlagebetrug ist eine reale Bedrohung. Täglich werden Anleger Opfer von betrügerischen Angeboten. Die Täter nutzen professionelle Websites und überzeugende Versprechen. Sie versprechen hohe Renditen ohne Risiko. Das ist ein Warnzeichen.
Die BaFin veröffentlicht Warnungen zu unerlaubten Anbietern. Diese Liste sollte jeder Investor prüfen. Auch die Polizei informiert über aktuelle Maschen. Diese Quellen geben erste Orientierung. Sie ersetzen aber keine individuelle Prüfung Ihres Falls.
Prüfen Sie die Identität des Anbieters. Fehlt ein vollständiges Impressum, ist das ein Warnsignal. Ist der Anbieter nicht in einem offiziellen Register zu finden, ist Vorsicht geboten. Stimmen Domain, Firmenname und Zahlungsziel nicht überein, stimmen Sie der Sache nicht zu. Gehen Zahlungen an private Konten oder ins Ausland, ist erhöhte Vorsicht erforderlich. Sind Berater nur per Chat erreichbar, ist das ein weiteres Warnzeichen.
Rechtlich gibt es mehrere Ansatzpunkte. § 263 StGB regelt den Betrug als Straftatbestand. Zivilrechtlich kommen Ansprüche aus unerlaubter Handlung in Betracht. Auch Ansprüche wegen ungerechtfertigter Bereicherung sind möglich. Bei vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung kann Schadensersatz verlangt werden. In manchen Fällen haften auch Dritte. Das betrifft insbesondere Zahlungsdienstleister und Vermittler.
Die Kanzlei Resch Rechtsanwälte in Berlin vertritt Betroffene bundesweit. Die Rechtsanwälte prüfen Zahlungsströme und Plattformstrukturen. Sie identifizieren mögliche Anspruchsgegner. Über das Portal Anlegerschutz Aktuell werden Warnlisten zu auffälligen Angeboten geführt. Das ist besonders hilfreich, wenn Betreiber schnell neue Namen verwenden.
Sichern Sie Ihre Unterlagen sofort. Löschen Sie keine Kontoauszüge. Speichern Sie Screenshots und Verträge. Sichern Sie Chatverläufe und Telefonnummern. Zahlen Sie keine angeblichen Steuern oder Freischaltgebühren. Nutzen Sie die interne Hilfeseite für Anlagebetrug. Dort finden Sie den nächsten Schritt zur Prüfung Ihres Falls.
Je früher Sie handeln, desto besser lassen sich Zahlungswege nachvollziehen. Das gilt besonders bei internationalen Plattformen. Banken und Kryptobörsen reagieren nur auf konkrete Unterlagen. Eine anwaltliche Prüfung strukturiert den Fall. So entsteht aus einem unübersichtlichen Schaden ein konkreter Handlungsplan.
Eine strukturierte Prüfung beginnt mit grundlegenden Fragen. Wer hat Sie angesprochen? Welche Zahlungen haben Sie geleistet? Welche Plattform zeigte angebliche Gewinne? Welche Person verlangte weitere Gebühren? Aus diesen Punkten entsteht ein erster Zeitstrahl. Er hilft bei der anwaltlichen Bewertung. Er unterstützt auch Meldungen an Behörden.
Fall prüfen lassen
Wenn Sie unsicher sind, sichern Sie zuerst Ihre Beweise. Danach sollte ein spezialisierter Rechtsanwalt prüfen, ob Rückforderung, Anzeige oder Ansprüche gegen Zahlungsstellen möglich sind.