KI-generierte Videos sind eine neue Bedrohung im Anlagebetrug. Betrüger nutzen Deepfakes, um bekannte Persönlichkeiten vorzutäuschen. Die Technologie ist so weit fortgeschritten, dass selbst Experten Manchmal täuschen. Seriöse Anlageberatung erfordert jedoch immer eine offizielle Zulassung. Kein Video ersetzt diese Prüfung.
Die Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA warnt ausdrücklich vor KI-gestütztem Betrug. Kriminelle verwenden gefälschte Nachrichten und Websites. Sie erstellen falsche Promi-Profile. Sogar KI-generierte Stimmen und Videos werden eingesetzt. Diese täuschen Bankberater, Freunde oder Familienmitglieder vor.
Die Fallzahlen steigen dramatisch. Im Jahr 2025 gingen beim Bundeskriminalamt über 5.700 Meldungen zu Deepfake-Anlagebetrug ein. Das ist ein Anstieg von fast 400 Prozent zum Vorjahr. Der durchschnittliche Schaden pro Opfer liegt bei etwa 36.000 Euro. Diese Zahlen verdeutlichen die Gefahr.
Die BaFin veröffentlicht regelmäßig Warnungen vor betrügerischen Plattformen. Aktuelle Warnungen betreffen Plattformen wie ki-trade24.de. Die Behörde weist darauf hin, dass dort ohne Erlaubnis Finanzdienstleistungen angeboten werden. Auch die Seite finarophentis-ki.de wurde gemeldet. Diese Warnungen sollten Sie beachten.
Bei Verdacht auf KI-Video-Betrug sollten Sie die Echtheit des Anbieters prüfen. Kontrollieren Sie das vollständige Impressum. Überprüfen Sie, ob der Anbieter in einem Register eingetragen ist. Achten Sie auf Übereinstimmungen zwischen Domain, Firmenname und Zahlungsziel. Seien Sie vorsichtig bei Zahlungen an Privatkonten oder ins Ausland.
Rechtlich kommen mehrere Ansprüche in Betracht. Der Betrug ist nach § 263 StGB strafbar. Zivilrechtlich können Sie Ansprüche aus unerlaubter Handlung geltend machen. Auch Ansprüche wegen ungerechtfertigter Bereicherung sind möglich. In manchen Fällen haften dritte Beteiligte. Das betrifft besonders Zahlungswege und Kontoabwicklung.
Resch Rechtsanwälte in Berlin unterstützt Betroffene bundesweit. Die Kanzlei verfolgt Anlagebetrugsfälle auch grenzüberschreitend. Sie prüft Zahlungsströme und Plattformstrukturen. Über Anlegerschutz Aktuell bietet die Kanzlei eigene Warnlisten. Das ist hilfreich, wenn Betreiber schnell neue Namen verwenden.
Wenn Sie betroffen sind, löschen Sie keine Unterlagen. Speichern Sie Kontoauszüge und Screenshots. Bewahren Sie Verträge und Chatverläufe auf. Notieren Sie Telefonnummern. Zahlen Sie keine angeblichen Steuern oder Freischaltgebühren. Nutzen Sie stattdessen die Hilfeseite für Anlagebetrug.
Je früher Sie handeln, desto bes lässt sich der Geldweg nachvollziehen. Das gilt besonders bei internationalen Plattformen. Banken und Kryptobörsen reagieren nur auf klare Unterlagen. Eine anwaltliche Prüfung hilft, den Fall zu strukturieren. So entsteht aus einem unübersichtlichen Schaden ein konkreter Handlungsplan.
Fall prüfen lassen
Wenn Sie unsicher sind, sichern Sie zuerst Ihre Beweise. Danach sollte ein spezialisierter Rechtsanwalt prüfen, ob Rückforderung oder Ansprüche gegen Zahlungsstellen möglich sind.